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35. Ausgabe 2020 (27. August 2020)

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35. Ausgabe 2020 (27. August

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 35 Donnerstag, 27. August 2020 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 4 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt und der Fridolin+ App Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 18 +19 Aus dem Linthgebiet 30 Auflage 32 069 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste ESC am ESP Sie kennen ihn sicher alle: den ESC, den Eurovision Song Contest. Wegen der Coronavirus-Pandemie konnte er dieses Jahr zwar nicht durchgeführt werden, doch bereits sitzen die Popsong-Schreiberinnen und Balladen-Komponisten wieder hinter PC und Mischpult, wo sich in der jeweiligen Landessprache oder auf Englisch in mehr oder weniger originelle Zeilen Herz auf Schmerz reimen darf. Mein persönlicher Lieblingssong ist derzeit Helge Schneiders Cha-Cha-Cha mit dem Titel «Ich setz mein Herz bei Ebay rein» – aber Musik ist ja bekanntlich Geschmacksache. Nun wäre es wahrscheinlich vermessen, darauf zu hoffen, dass der ESC irgendwann einmal im Glarnerland stattfindet. Dazu müsste ja erst einmal die Schweiz beim Contest gewinnen, was für unser kleines Land in den vergangenen Jahren nicht einfacher geworden ist. Dann aber müsste das Glarnerland auch Konzertlocations errichten, wo so etwas durchgeführt werden kann. Unwahrscheinlich, dass das gelingt, wo Zürich ja schon ein Hallenstadion hat. Doch soll man ja nicht gleich nach den Sternen greifen. Vielen Theatergruppen und Musikschulbands würde schon ein Raum mit vielleicht 100 Stühlen und einer vernünftigen Bühnen- und Lichttechnik genügen, um sich fit zu machen für jene Bretter, welche die Welt bedeuten. Nun hat die Gemeinde Glarus auch ihre Entwicklungsschwerpunkte, die sogenannten ESPs, definiert – einen davon im «Kartoni»-Quartier in Ennenda. Die untere Allmeind ist inzwischen einer dreigeschossigen Wohnzone zu - gewiesen, das «Kartoni»-Areal der Zone «Wohnen und Arbeiten». «Ein Kanal durchzieht das Areal, was ein Potenzial in sich darstellt», heisst es auf der Homepage der Hochschule Luzern zum Projekt, aber auch: «Ein Masterplan zum ‹Kartoni›-Quartier liegt vor. Das künftige Profil bleibt aber noch unklar.» Neue Musikschule, Seminarhotel, Kleinbühne – das Klein-Venedig von Glarus könnte ein hübsches Kaffee am wieder offenen Kanal oder über der Linth anbieten, Ausbildungsräume, ein Tanzlokal ... «Insgesamt bedarf es», so die Hochschul-Homepage, «einer besonderen, ausserordent - lichen Nutzungsidee; eines echten, visionären Glarner Projektes, das über den eigenen Perimeter ausstrahlt und dem Kanton Wahrnehmung verschafft.» Noch viel mehr aber braucht es Bands und Theatergruppen, die über das Glarnerland hinausstrahlen – denn am Ende des Tages ist es nicht wichtig, wo sie geübt haben, sondern dass sie es vom ESP an den ESC schaffen. ● FJ Von links: Areal-Entwickler Robert Sutter im Gespräch mit Bildungsdirektor Benjamin Mühlemann und Baudirektor Kaspar Becker. Im Statement sagt Robert Sutter, welchen Mehrwert die Kultur im «Kartoni»-Areal bringen soll. Für das Statement Fridolin+ App downloaden und Foto scannen. (Foto und Video: FJ) «Kartoni»-Areal in Ennetbühls Linse und Leuchtturm Kulturmeile, Nukleus und flexible Infrastruktur – am Entwicklungsschwerpunkt Bahnhof Glarus/Ennenda soll mitten in Glarus das Licht der Kultur gebündelt werden, damit es wie ein Leuchtturm in die Schweiz strahlen kann. Am Samstag, 22. August, präsentierte Entwickler Robert Sutter von Sutter Projects aus Baar im «Gesellschaftshaus» in Ennenda die Ideen zum «Kartoni»-Areal. Für die Entwicklung einer tragenden Grundidee für das «Kartoni»-Areal braucht es, so die Hochschule Luzern, ein visionäres Glarner Projekt, das über den eigenen Perimeter ausstrahlt und dem Kanton Wahrnehmung verschafft. Doch was ist diese Vision konkret? Bei der Präsentation in Ennenda sprachen Robert Sutter von Sutter Projects, Fritz Rigendinger vom Departement Bildung und Kultur, Leopold Ramhapp von der Chliibüni Glärnisch sowie Musikschulleiter Jürg Wickihalder. Als Gast war Dr. Valentin Gloor dabei. Der Direktor des Departements Musik an der Hochschule Luzern hat eben selbst auf dem «Kampus Südpol» ein Bildungs-, Forschungs- und Konzertgebäude bezogen und ist überzeugt, dass ein Kulturzentrum auf dem «Kartoni»- Areal zum «Vorbild für viele Musikschulen in der Schweiz» werden kann. Bedürfnisse einbringen Noch ist die Entwicklung des Nukleus – also des Gemeinschaftszentrums mit Kultur, Wohnen und Arbeiten – am Entwicklungsschwerpunkt Bahnhof Glarus/Ennetbühls nicht abgeschlossen, aber die ersten Ideen tönen vielversprechend. Einerseits ist da die Linth, welche zwischen Glarus und Ennetbühls als Wasserbezirk dem Standort Potenzial verleiht. Dann sind da die verschiedenen Wohnformen – von Mehrgenerationen-Wohnen über Eigentumswohnungen, Familienwohnungen bis zu Clusterwohnungen, Mietwohnungen und einem Hotel. Und dann ist da die Kultur, welche – als Nukleus oder Kern – diesem allem einen Sinn, eine Verbindung geben soll. Neue Räume finden Da trifft es sich gut, dass sowohl Leopold Ramhapp mit der Chliibüni Glärnisch, Jürg Wickihalder mit der Musikschule und Fabia Hadorn mit der Freizeitwerkstatt nach einer flexiblen Infrastruktur suchen, einem Kulturzentrum mit Lokal am Wasser, mit Bühne, mit Atelierräumen für das Arbeiten und Proben. Begleitet wird der Prozess, aus welchem etwas entstehen soll, was den regionalen und lokalen Bedürfnissen und Rahmen - bedingungen Rechnung trägt, von einem interdisziplinären Team der Hochschule Luzern (HSLU). Sie arbeiten zusammen mit den Glarner Akteuren aus Kultur, Politik und Wirtschaft an der Entwicklung dieses Nukleus. Die Bedürfnisse der musikalischen Bildung an der Musikschule, die Anforderung an die Infrastruktur, damit diese gut ausgelastet werden und die Bevölkerung auch teilhaben kann; die Anforderungen an Restaurant und Unterkunft, damit sie kulturell interessierte Gäste in die Glarner Natur ziehen, und schliesslich die Simulation des Nukleus – die HSLU wird die Entstehung des Nukleus in einer Langzeitstudie bis zum Betrieb begleiten. Schon in der Planungsphase werden die Zusammen - hänge von Raum, Kultur, Musik und Tourismus analysiert und bewertet. Mehrwert An den geplanten Workshops können alle Interessierten teilnehmen und einige dieser Interessierten wurden hellhörig, als Robert Sutter die ersten Skizzen für das neue Quartier auf dem «Kartoni»-Areal präsentierte. Für ihn soll es hier – neben Wohnen und Arbeiten – Freiräume geben, wo die Menschen sich treffen, ein Drehkreuz, denn «Kultur gibt uns ein Rückgrat». Bereits wurde mit der Gemeinde ein Masterplan erarbeitet, jetzt kommt – nach dem Richtprojekt – der Überbauungsplan. «Das Ziel ist ein Baugesuch im Jahr 2021», so Sutter. Im Rahmen des Glarner Kulturkonzeptes, so Fritz Rigendinger, setze der Kanton seine Schwerpunkte auf die Unterstützung der Freiwilligenarbeit und die Förderung der Kreativität sowie auf die Kulturvermittlung und Nachwuchsförderung. Doch auch freiwilliges Kultur-Engagement braucht eine permanente Infrastruktur, welche von der öffentlichen Hand mitgetragen wird. So fügen sich die private Initiative Sutters, die Bedürfnisse der Vereine in Musik und Kultur und die Ziele der öffentlichen Hand tatsächlich zum Kern zusammen, aus dem etwas Grosses wachsen kann. ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: Telefon 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: Telefon 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: Telefon 0844 33 66 33 Zahnarzt Samstag, 29. August 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 30. August 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 29./30. August Dr. med. Julia Kolodjaschna Roseneggweg 10, Ziegelbrücke Telefon 055 61740 30 Wochenend-Notfalldienst: ab Freitag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt (Notfallring) Kleintiere: Samstag/Sonntag, 29./30. August Kleintierpraxis Buchholz Buchholzstrasse 48, Glarus Telefon 055 640 26 40 • Wochenende ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr. • Freitagnacht und Montagnacht: Wochenend-Notfalldienst. • Dienstagnacht: Kleintierpraxis Buchholz, Buchholzstrasse 48, Glarus, Telefon 055 640 26 40. • Mittwochnacht: Kleintierpraxis Landerer, Bahnhofstrasse 31a, Näfels, Telefon 055 622 20 20. • Donnerstagnacht: Kleintierpraxis Tierklinik am Kreis AG, Zaunweg 11, Netstal, Telefon 055 646 86 86. Grosstiere: Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Notfalldienst für alle Tierarten Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Immobilien: Verkauf und Verwaltung Telefon 079 626 75 73