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36. Ausgabe 2019 (5. September 2019)

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36. Ausgabe 2019 (5. September

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 36 Donnerstag, 5. September 2019 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 6 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 18 – 20 Aus dem Linthgebiet 33 Auflage 32 069 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Für ein modernes Glarnerland Das Glarnerland soll von aussen künftig moderner wahrgenommen werden, so lautet eines der Haupt - argumente des jungen Ständeratskandidaten Mathias Zopfi. Auch dynamischer und mutiger soll sich der Kanton in Bundesbern zeigen. Dringende Entscheidungen sollen vorangetrieben und nicht unerledigt liegengelassen werden, ist zu vernehmen. «Hört, hört!» Mutig ist, wer solches verkündet und eine Breitseite gegen Bisherige platziert. Dynamisch ist, wer vor Selbstvertrauen strotzend des Weges geht und die Zeit passend findet. Und modern ist es sowieso, die Fehler oder die fehlenden Leistungen der Etablierten an den Pranger zu stellen. So geht Wahlkampf in Reinkultur, das bringt die Wähler an die Urne. Vielleicht macht es sie aber auch stutzig und sie hinterfragen die Argumente. Ist es wirklich so wichtig, wie der Kanton im Bundeshaus dasteht? Sind es nicht eher das Profil und die Glaubwürdigkeit, welche eine Persönlichkeit ausmachen? Authentizität, Verlässlichkeit und Charakterstärke mögen heutzutage nicht mehr modern sein, geschätzt werden solche Tugenden dennoch, und dies nicht nur in Bundesbern. Wer die Welt im Sturm erobern will, wird nicht umhinkommen, sich den Gepflogenheiten und Regeln im Bundeshaus anzupassen. Dort nämlich geht es ziemlich traditionell und eher gemächlich zu und her. Man berät und lässt sich Zeit mit wich - tigen Entscheidungen, es geht um das Recht, die Gerechtigkeit und das Wohl der Bevölkerung. Eine riesige Verantwortung, welche auf den Schultern der Standesvertreter las - tet. Vorwärtsdrall, Schnellschüsse und Spontanlösungen bleiben aussen vor. Das Wort «Kollegium» wird auch gelebt. Es würde niemandem in den Sinn kommen, seine Rats - kollegin oder den Ratskollegen wegen seiner Parteizugehörigkeit zu attackieren oder öffentlich bloss - zustellen. Ganz schön altmodisch – nicht wahr? Auch wenn man sich nicht grün ist, bleiben Wertschätzung, Anstand und Respekt zentrale Werte. Ach ja, Werte! Wer was wert ist, beurteilt die Bevölkerung unabhängig davon, ob sie den Modernen oder den Traditionellen angehört. Und seit Dienstag wissen wir, dass es im Kanton noch mehr dyna mische, mutige und moderne Menschen gibt, die sich in Bern für unseren Kanton stark machen wollen. Was heisst Menschen – es ist eine Frau! Eine moderne, gebildete und wohlerzogene Persönlichkeit, die das angeblich veraltete Bild unseres Kantons mit ihrem Charme in Bern auffrischen will. Für ein modernes Glarnerland. ● zim Die Dorfkommunikation funktioniert: Wie hier am Holzbrett beim Bahnhof Elm. Kommunikation im Glarnerland Grümpelturnier und Handy flicken (Foto: zim) Fast jeder Verein hat seine Website und jede Gemeinde ihren eigenen Kommunikationskanal. Vom Anschlagbrett bis zum Blog – Glarnerland kann Kommunikation. Der FRIDOLIN streift durch die Nachrichtenlandschaft. Sie ist analog, aber sehr wirkungsvoll: Die Kommunikation über das Anschlagbrett. Im Dorf wird alles, was von Interesse ist, mit vier Reissnägeln auf das Holzbrett geheftet, ein Dächli schützt die Anschläge vor Wind und Wetter. Das Programm des Musik - festes hängt neben dem Handzettel für den Familiengottesdienstes, Angebote für Mietwohnungen neben offenen Stellen. Zwischendurch nimmt man herunter, was nicht mehr aktuell ist. Sonst bildet sich eine wachsende Schicht von Plakaten aus eigener Herstellung oder von einer Druckerei. Fast alles geht, aber am Anschlagbrett gibt es eine Etikette. Man überdeckt nicht aktuelle Anschläge, man reisst eine Wohnungsanzeige nicht weg und man hängt nur eine Anzeige pro Anlass auf. Medienbeauftragte gesucht Auch wer Informationen verbreitet, hat Regeln zu befolgen. Bevor die digitale Kommunikation im Glarnerland Einzug hielt, oblag diese Aufgabe der Gemeindebehörde, die dann ein Pressekommuniqué verbreiten liess. Schon damals plauderte der eine oder die andere aus der Schule. Heute sind die Kommunikationsverantwortlichen erst recht nicht mehr zu be - neiden. Wem sollen sie welche Information zuerst stecken? Was geschieht, nachdem eine unklare oder unwahre Information verbreitet wurde? Manchmal reicht ein falscher Satz, um einen wahren Sturm auszulösen. Zudem hat jedes Medium seine eigenen Bedürfnisse: Während die Zeitungen informativen Text mit qualitativ hochstehendem Bildmaterial bevorzugen, möchten Radio und Fernsehen knackige Statements von mediengeübten Führungspersönlichkeiten und die Sozialen Medien verlangen nach Interaktion und schmackhaften Häppchen, also z. B. nach möglichst heissen Tweets und Filmen von dazu berufenen Persönlichkeiten. Das Ratsmitglied wird zum eingebetteten Reporter und der Medienverantwortliche muss alle Nachrichten wie ein Redakteur zielgruppengerecht aufbereiten. Tempo und Rollenverteilung Deshalb ist ab einer gewissen Grösse jede Gemeinde ein Medienhaus, das die Bevölkerung mit Informationen versorgt und zugleich eigene Anliegen ins Gespräch bringt. Dabei ist aktive und rechtzeitige, aber zugleich sachliche, wahre und umfassende Kommunikation matchentscheidend. Es nützt wenig, wenn die Zeitungsente schon rund um den Globus gedüst ist, während der Gemeinderat noch am ausgewogenen Bulletin feilt. Klassische Medien – wie der FRIDOLIN – aber auch neue Medien spielen in dieser Landschaft heute eine ganz andere Rolle. Sie sind Partner der Behörden und sollen nicht nur publizieren, was Gemeinde und Kanton liefern, sie sollen auch gewichten, illustrieren und die Information wohlportioniert an ihre Zielgruppen verbreiten. Auch sie sind der Wahrheit, Sachlichkeit und Vollständigkeit verpflichtet – und möchten natürlich die Ersten sein, welche eine Information «haben». Kanalvielfalt wächst Gab es früher neben nationalen Medienkanälen im Kanton die «Matter Post», die «Glarner Nachrichten», die «Glarner Woche», glarus24.ch und den FRIDOLIN, nehmen die digitalen Anschlagbretter zu – dort wird ein Blog eröffnet, da chatten Singles oder Politikinteressierte oder Mütter. Während man früher auch bei Eis und Schnee einmal täglich beim Anschlagbrett vorbeiging oder sich beim Bier am Stammtisch informierte, hat man heute eine Flut von Kanälen, welche die Informationen orchestrieren, gewichten, herausstellen oder in den Abfallkübel wandern lassen. Die Kanäle zersplittern und verlieren damit an Bedeutung. Es wird undurchsichtiger, wer hinter ihnen steht – Information und Werbung fliessen ineinander, dem Nutzer wird auf ihn zugeschnittene Information präsentiert. Bis er vor dem digitalen Anschlagbrett sitzt und sich fragt, ob der Nachbar jetzt dasselbe oder etwas ganz anderes zu sehen, zu hören und zu lesen bekommt. Dann schlägt er gerne wieder eine Zeitung auf oder zieht sich die Schuhe an und geht mal eben zum Anschlagbrett. Einfach um zu erfahren, was los ist im Dorf.● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 7. September 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 8. September 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 7./8. September Dr.med. Andreas Kammerecker Spielhof 15, Glarus Telefon 055 640 85 80 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 7./8. September Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz Dieses Wochenende hat Dienst: Kleintierpraxis Buchholz Buchholzstrasse 48, Glarus Telefon 055 640 26 40 Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr.

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