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36. Ausgabe 2020 (3. September 2020)

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36. Ausgabe 2020 (3. September

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 36 Donnerstag, 3. September 2020 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 10 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt und der Fridolin+ App Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 14 +15 Aus dem Linthgebiet 27 Auflage 32 069 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Das richtige Grün Wer in die Glarner Parteienlandschaft schaut, sieht derzeit sowohl eine grüne wie eine grünliberale Partei, dazu ein schlagkräftiges Grüppchen von Klimabewegten. Und auch die Schweizerische Volkspartei trägt das Grün in ihren Farben. Da stellt sich die Frage, welches das richtige Grün ist. Ist das Grün mehr bäuerlich-landwirtschaftlich? Oder ist es mehr global-bewegt? Arbeitet es eher mit Anreizen oder eher durch Normen und Verbote? Die Gesetze und Verordnungen sind sicher in den vergangenen Jahrzehnten, seit der «Club of Rome» damals über die Grenzen des Wachstums nachdachte, restriktiver geworden – die Auspuffgase, die Abgase der In - dustrie oder der Kehrichtverbrennungsanlagen, die Abwässer, der Spritverbrauch, der Einsatz von Pestiziden, das alles ist stark limitiert worden. Wen also meint Bligg, wenn er im Song «So sorry» von den Rotzlöffeln spricht, welche den Respekt vor Mutter Erde verloren haben? Und was tun, um diesen Rotzlöffeln das Handwerk zu legen? Das ist ja nicht das Problem von Bligg, wohl aber das von vielen guten Schweizer Unternehmen, welche noch besser werden wollen. Sie haben, um sauber und nachhaltig zu produzieren, schon lange vor dem neuen Energiegesetz ihre Produktionsgebäude energetisch saniert, sie haben sich mit ISO- Normen nicht nur zu höherer Arbeitssicherheit, sondern auch zum Umweltmanagement und zur Ökobilanzierung ihrer Produktion verpflichtet. Wenn sie CO 2 in die Atmosphäre lassen oder Rohstoffe und Handelswaren aus Übersee importieren, kompensieren sie das mit CO 2 -Zertifikaten. Doch die Latten werden Jahr für Jahr höher gelegt: Ein Beispiel dafür ist die Cradle-to-Cradle- (also etwa Wiegezur-Wiege-)Zertifizierung. Sie stellt Mensch und Tier als Verbraucher in den Mittelpunkt von zwei Kreisläufen – jenem der Biologie, der vom Kompost über die Nährstoffe bis zur Pflanze führt und die Rohstoffe liefert, und jenen der Technik, der von organisch-synthetischen Materialien zur Fabrik und zum Produkt und schliesslich zur Abfallverwertung führt. C2C bewertet die Gesundheit von Materialien ebenso wie ihre Kreislauffähigkeit. C2C untersucht den Einsatz von erneuerbaren Energien ebenso wie den verantwortungsvollen Umgang mit dem Wasser und die soziale Gerechtigkeit bei der Gewinnung und Verarbeitung der Materialien zu Produkten. Denn das richtige Grün ist das, welches möglichst alle Aspekte des Lebens mit einbezieht. ● FJ Von links: Ernst Willi, Bamyan Zellweger und Markus Loele sind zufrieden: Das erste mit reinen Farben gedruckte Pfarrblatt verlässt die Maschine. Für das Video-Statement Fridolin+ App downloaden und Foto scannen. Dank PURe-Druckfarben Green Fridolin (Foto und Video: FJ) Es ist ein innovativer Schritt in die nachhaltige Zukunft: Die Druckerei von Fridolin Druck und Medien setzt auf die Cradleto-Cradle-Methode C2C, also durchgängige und konsequente Kreislaufwirtschaft bei der Produktion. Die Druckprodukte aus Schwanden sind also nicht nur umweltgerecht, sie schützen auch die Gesundheit. Der FRIDOLIN sprach mit Geschäftsleiter Ernst Willi, Verkaufsleiter Markus Loele und Drucktechnologe Bamyan Zellweger. «Wir sind – zusammen mit Druckerei Arnold GmbH in Escholzmatt – die ersten, die in der Schweiz ihren Druck auf epple-PURe-Druckfarben um - gestellt haben», sagt Markus Loele stolz. «Darin liegt eine Chance auf dem Druckmarkt, denn viele Kundinnen und Kunden möchten heute Druckprodukte, die nicht nur in satten Farben leuchten, sondern die auch gesundheitlich und ökologisch den höchsten Standards entsprechen. Zudem verpflichten sich immer mehr Schweizer Unternehmen mit dem ISO-Zertifikat 14001 zu einer umweltverantwortlichen Betriebswirtschaft. Das bedeutet, sie müssen sich jedes Jahr mehr anstrengen und zeigen, dass sie ihren ökologischen Fussabdruck verringern. Mit unseren Drucksachen können sie genau das erreichen.» Rein Als Geschäftsleiter hat Ernst Willi das Ziel, dem FRIDOLIN, aber auch seiner Druckerei Alleinstellungsmerkmale zu verschaffen. Ökologie und Nachhaltigkeit sind nicht Selbstzweck, sie sind für ihn ein Mittel, um an der Spitze zu bleiben. «Wir sind modern, weil wir mit den reinsten und nachhaltigsten Offsetfarben arbeiten. Der Nebeneffekt davon ist, dass wir auf unseren konventionellen Maschinen mit einer Bogenoffsetfarbe arbeiten können, welche frei von Mineralöl, frei von Photoinitiatren, frei von giftigen Metalltrocknern und frei von Antihautmitteln ist. Ein weiterer schöner Nebeneffekt für mich: Wir sparen Energie, Ressourcen und Geld, haben ein optimales Recyclingsystem, aber wir müssen nicht in andere Maschinen investieren.» Nachhaltig Doch was bedeutet es, wenn man beim Druck von Nachhaltigkeit spricht? In der Herstellung geht es um nachhaltige Rohstoffe und die Produktion mit Ökostrom. Die Rohstoffe sind nicht chemisch modifiziert und haben eine optimale CO 2 -Bilanz. Keine Abholzung des Regenwaldes, kein Soja-, kein Palm-, kein Kokosöl, 100 Prozent reines Naturharz aus nach - wachsenden Rohstoffen und frei von genmodifizierten Organismen. Das bedeutet in der Druckerei schnelle Trocknung sowie Zeitgewinn bei der Weiterverarbeitung und beim End - verbraucher Geruchs- und Löse - mittelfreiheit. Und weil die Farben zu 98 Prozent wieder entfernt werden können, kann das Papier vollständiger rezykliert werden. Satt Drucktechnologe Bamyan Zellweger freut sich natürlich über Farben, die schnell trocknen und die nicht mehr riechen. So können die bedruckten Bögen schnell weiterverarbeitet, gefalzt und geheftet werden. «Aber für mich ist es das System als Ganzes, was mich motiviert, mein Bestes zu geben. Natürlich bin ich für eine gesunde Umwelt. Doch jetzt kann ich bei meiner Arbeit auch aktiv etwas dazu beitragen. Was mich aber bei den neuen Druckfarben am meisten überrascht hat: Wir erreichen bessere Druckergebnisse als mit unseren bisherigen Farben. Es ist, als würden wir die reine Farbe auf das Papier aufbringen. Was ich also oben auf die Rolle tue, das landet genau so auch auf dem Druckbogen. So macht mir das Arbeiten Spass.» Ein weiterer Vorteil ist: Da die Farben keine Schwermetalle, keine Weichmacher und kein allergenes Kolo phonium enthalten – wie dies gewöhnliche «Öko»- Farben tun –, braucht er auch keine Schutzkleidung und bleibt trotzdem gesund. Im Rahmen des neuen Energiegesetzes wird festgelegt, wie Häuser künftig selber Energie produzieren sollen. Hier sind die ökologischen Massstäbe hoch, obwohl das oft auf dem Dach oder im Keller geschieht – also in sicherer Distanz zu den Menschen. Gedruckte Prospekte dagegen, Flyer oder Kinderbücher nehmen Klein und Gross Tag für Tag in die Hände – sie sind uns also noch näher. Da ist es doch sehr beruhigend, zu wissen, dass sie ökologisch, nachhaltig, geruchsfrei und gesund sind – selbst wenn wir beim Lesen zum Umblättern die Finger mit der Zunge benetzen. ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: Telefon 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: Telefon 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: Telefon 0844 33 66 33 Zahnarzt Samstag, 5. September 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 6. September 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 5./6. September Lentics.Augenärzte Praxis Dr. med. H. Wettler AG Neue Jonastrasse 85 Rapperswil-Jona Telefon 055 210 2171 Wochenend-Notfalldienst: ab Freitag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt (Notfallring) Kleintiere: Samstag/Sonntag, 5./6. September Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 • Wochenende ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr. • Freitagnacht und Montagnacht: Wochenend-Notfalldienst. • Dienstagnacht: Kleintierpraxis Buchholz, Buchholzstrasse 48, Glarus, Telefon 055 640 26 40. • Mittwochnacht: Kleintierpraxis Landerer, Bahnhofstrasse 31a, Näfels, Telefon 055 622 20 20. • Donnerstagnacht: Kleintierpraxis Tierklinik am Kreis AG, Zaunweg 11, Netstal, Telefon 055 646 86 86. Grosstiere: Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Notfalldienst für alle Tierarten Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66