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37. Ausgabe 2020 (10. September 2020)

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37. Ausgabe 2020 (10. September

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 37 Donnerstag, 10. September 2020 Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 6+8 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt und der Fridolin+ App Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 18–20 Aus dem Linthgebiet 33 Auflage 32 069 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Schrötig, aber nötig Natürlich gibt es immer Pyromanen, die schon vor dem Brandausbruch auf dem Brandplatz erscheinen und die auch gerne selber mit Zündholz und Benzinkanister unterwegs sind – ein paar davon machen vielleicht sogar mit leuchtenden Augen bei der Feuerwehr mit. Wer weiss? Aber von denen soll jetzt nicht die Rede sein. Dann gibt es auch die, welche – wie der Projektleiter von «Feuerwehr Nova» oder ich in unseren jungen Tagen – zwar bei der Feuerwehr mitmachen und an die Übungen gehen, die aber nie zum Ernsteinsatz kommen. Sie kosten zwar, aber sie bringen wenig. Das sind vier von fünf Feuerwehrleuten, also die grosse Mehrheit, und dazu gibt es sogar offizielle Statistiken: 80 Prozent aller Feuerwehreinsätze werden von 20 Prozent der Feuerwehrleute bestritten. Es kommt nur auf jene Feuerwehrleute an, die als erste auf dem Brandplatz sind und bei denen der Fuss sogar aufs Gaspedal geht, wenn sie in den Ferien irgendwo Brandgeruch wahrnehmen. Sie haben die Grossmutter schon aus dem Schlafzimmer gerettet und das Feuer schon gelöscht, da drehen die meisten anderen sich noch im Bett um und fragen sich, ob das jetzt wirklich der Alarm war oder nur ein böser Traum. Sie machen etwa 20 Prozent der Bevölkerung aus und sie gilt es, für den Dienst in der Feuerwehr zu gewinnen. Diese engagierten Feuerwehrleute sind es, die auf ein Tanklöschfahrzeug gehören, in einen Atemschutzbus, an eine Motorspritze. Sie sind es auch, die – nach Jahrzehnten bei der Feuerwehr – mit einem selbstgeschnitzten Feuerwehrauto beschenkt werden und die dabei Tränen in den Augen haben, nicht vom Rauch, sondern vor Rührung. Vielleicht sind sie nicht die gewandtesten Redner, vielleicht sind sie im Umgang sogar ruppig und ungeduldig, vielleicht sind sie auch nicht die Pädagogen, die anderen mit Geduld die Knotentechnik oder die Bedienung einer Pumpe beibringen. Viel eher nehmen sie einem ungeduldig das Gerät aus der Hand, sind etwas eckig – vierschrötig eben – und wortkarg. Aber im Ernstfall genügt ein Blick von ihnen, ein Handgriff, und vieles, was unüberwindbar oder gefährlich schien, klappt. Was sie zusammenhält, ist echte Kameradschaft. Die wird gepflegt – in der Gruppe, im Korps, beim Feuerwehrfest. Vielleicht ist man selber ja auch eingeladen dort, als Zaungast. Aber es wäre eine ganz schlechte Idee, ihnen am Grill die Zange aus der Hand zu nehmen. Denn die ist ihr Zepter. ● FJ «Feuerwehr Nova» – die Projektgruppe berichtet. Für das Statement von Roman Käslin, Leiter Gemeindefeuerwehr Glarus, Fridolin+ App downloaden und Foto scannen. (Foto und Video: FJ) Feuerwehr Glarnerland Was ist neu an Nova? Am Dienstag, 8. September, präsentierte die Projektgruppe unter Hansueli Leisinger im Feuerwehrgebäude Glarus ihre Konzepte für die Zukunft der Glarner Feuerwehr. Dabei soll alles geschärft werden – die Aufgaben, das Einsatzkonzept, aber auch der Bleistift für die Kostenberechnung. Der FRIDOLIN fragte nach. Eigentlich war es ja nur ein «Zwischenbericht», den Projektleiter Hans - ueli Leisinger, Vorsitzender Geschäftsleitung der glarnerSach, den Medien vorlegte – der Schlussbericht verzögere sich, auch Corona-bedingt, bis Ende des Jahres. Dann unterbreitet die Projektgruppe den drei Gemeinden sowie dem Verwaltungsrat der glarnerSach ihre Konzepte, und diese entscheiden dann, wie und wie schnell was davon umgesetzt wird. Es soll, so Leisinger, nicht einfach eine «Sparübung» sein. Doch wer Schaden wirksam bekämpfen und zugleich ein strukturelles Defizit von derzeit 1,2 Millionen Franken auf möglichst unter 500 000 Franken reduzieren will, der braucht Ideen und Konzepte, die sich auch umsetzen lassen. Und er braucht auch weiterhin gut ausgebildete Feuerwehrleute, welche ihren Milizdienst mit Familie und Beruf vereinbaren können, ohne dabei selber «auszubrennen». Einsatzkonzept Von der Katzenrettung über den Wohnungsbrand bis zum Auspumpen des Kellers – Feuerwehren laufen Gefahr, nicht nur eine Wehr gegen das Feuer, sondern eine «Wehr für alles» zu werden. Das bedeutet viele Einsätze, was die freiwilligen Feuerwehrleute be - lastet. Um das Milizsystem zu schützen, wurde eine Aufgabenliste erarbeitet: Was muss sein? Was kann sein? Was kann einem Verursacher verrechnet werden? Rund 80 Prozent der Brandeinsätze einer Feuerwehr können mit einem Ersteinsatzelement bewältigt werden – das sind drei Fahrzeuge (TLF/Atemschutz/Motorspritze) und 15 Mann. Grossereignisse – das sind die restlichen 20 Prozent – sollen in Zukunft durch den Verbund von Ersteinsatzelementen anderer Feuerwehren bekämpft werden. Beim Grossbrand in Bilten rücken also nach der Feuerwehr Glarus Nord auch die Feuerwehren Glarus und Glarus Süd aus. Bei lang andauernden Elementarereignissen – etwa Starkregen und Überschwemmungen – will man zukünftig mit dem Zivilschutz zusammenarbeiten und auch üben. Damit können die Ausrüstungen, die Fahrzeuge und die Bestände der Feuerwehrleute optimiert werden. Die Basis dafür wird eine neu durchdachte und technisch unterstützte Alarmierung sein. Logistikkonzept Und wie ist das mit dem Putzen, dem Retablieren, dem Nachschub an Material? Diese Aufgaben soll künftig eine zentrale Logistikorganisa - tion im Feuerwehrstützpunkt Glarus übernehmen, welche organisatorisch beim Feuerwehrinspektorat angesiedelt ist. Dort werden gebrauchte Einsatzmittel gereinigt, repariert, retabliert und gelagert und wieder an die Gemeindefeuerwehren geliefert. Diese können so immer top aus - gerüstet ausrücken – auch wenn zwei Ereignisse kurz hintereinander bekämpft werden müssen. Gleichzeitig lassen sich so Kosten sparen – bei den Gebäuden einerseits, aber auch bei den Materialien und Einsatzfahrzeugen. Milizsystem Der grösste Kostenfaktor aber sind die Bestände der Feuerwehren – ihre Ausund Weiterbildung, ihre Schutzausrüstung. Wo man früher mit Leiterwagen und Schlauch zum nächsten Hydranten aufbrach, stellen heute Atemschutzgeräte, Hubretter, Löschfahrzeuge und Brandbekämpfungsgeräte hohe Ansprüche an die Freiwilligen. Deshalb sollen die Bestände optimiert, das heisst konkret verkleinert werden. Das Milizsystem bleibt, doch jene, die dabei sind, werden optimaler eingesetzt. Für sie ist die Feuerwehr zwar nicht der Beruf, aber doch bedeutend mehr als ein Hobby. Detaillierte Pflichtenhefte sollen nun dafür sorgen, dass die Belastung im Milizsystem in Grenzen bleibt. Schon bei der Rekrutierung wird sorgfältig geprüft. Die Truppe wird also kleiner, noch besser ausgebildet und schlagkräftiger. Was aber schon immer so war, was auch heute der Kern ist und was bleiben soll, das ist die Kameradschaft. Sie entsteht, wenn Feuerwehrmann und -frau sich im Ernstfall aufeinander verlassen können, und sie wird in gemeinsamen Unternehmungen wie der Bergwanderung oder der Hauptversammlung vertieft. ● FJ Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: Telefon 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: Telefon 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: Telefon 0844 33 66 33 Zahnarzt Samstag, 12. September 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 13. September 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 12./13. Sept. Dr.med. Josef Frei/ Dr.med. Bettina Schröder-Frei Huobstrasse 7, Pfäffikon SZ Telefon 055 420 19 19 Wochenend-Notfalldienst: ab Freitag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Schweizerisches Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt (Notfallring) Kleintiere: Samstag/Sonntag, 12./13. Sept. Kleintierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 20 20 • Wochenende ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr. • Freitagnacht und Montagnacht: Wochenend-Notfalldienst. • Dienstagnacht: Kleintierpraxis Buchholz, Buchholzstrasse 48, Glarus, Telefon 055 640 26 40. • Mittwochnacht: Kleintierpraxis Landerer, Bahnhofstrasse 31a, Näfels, Telefon 055 622 20 20. • Donnerstagnacht: Kleintierpraxis Tierklinik am Kreis AG, Zaunweg 11, Netstal, Telefon 055 646 86 86. Grosstiere: Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Notfalldienst für alle Tierarten Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 ABC-INSEKT.CH Schädlingsbekämpfung Insektenschutz nach Mass Homeservice Dienstleistungen Entsorgungen 055 440 33 77 im Notfall sind wir 24 h für Sie da.