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51. Ausgabe 2018 (20. Dezember 2018)

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51. Ausgabe 2018 (20. Dezember

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 51 Donnerstag, 20. Dezember 2018 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Landrat 8 Regierungsrat 22 +24 Amtsblatt Aus dem Linthgebiet 16 – 19 35 Innenausbau? Industrie West 3 8756 Mitlödi Tel. 055 644 45 50 schreinerei-abart.ch Auflage 32 040 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Mehr als ein paar freie Tage Für den freizeitorientierten Lohnempfänger sind die Weihnachtstage dasselbe wie Neujahr, Ostern, Auffahrt, Pfingsten oder Allerheiligen: Es sind nichts anderes als ein paar freie Tage, die bezahlt sind und deren ursprünglicher Sinn längst verblasst ist. Es sind Tage, an denen man sich den Bauch vollschlagen kann, an denen man die Füsse hochlegt oder einem der vielen Hobbys nachgeht. Man schaut geschickt, wie man – mit möglichst wenig Ferientagen – eine ganze Woche abfeiern kann. Man rechnet sich aus, wie viele Brückentage es braucht – und weil dieses Jahr Weihnachten auf den Dienstag fällt, kann man sich, praktisch ohne das kostbare Ferienkonto anzukratzen, eine ganze zusätzliche Woche frei nehmen. Aber damit diese einen ihre freien Tage ungestört abfeiern können, braucht es auch Menschen, die anders gestrickt sind. Menschen, welche die Verantwortung übernehmen und bereit sind, ihren Dienst auch an den freien Tagen der anderen zu versehen. Sie stellen sich in den Dienst der Menschen, auch an hohen Feiertagen – ja, manche von ihnen setzen dabei sogar ihr eigenes Leben aufs Spiel, um andere aus gefährlichen und ausweglosen Situationen zu retten. Sie fragen nicht danach, wie es zur Unfallsituation kommen konnte, sie helfen mit ganzem Herzen und ohne Rücksicht auf sich selbst. Es sind die Angehörigen der Samariter, Feuerwehren, der Rettungstruppen, der Rettungsflugwacht und der Rettungskolonnen mit ihren Suchhunden. Es sind die Einsatzkräfte von Polizei und Sanität, welche als Erste auf die Unfallplätze eilen, um dort mit grosser Umsicht, Professionalität und Einsatzbereitschaft Leben retten zu können. Auch über die Feiertage gibt es Hebammen, welche Kinder auf die Welt bringen, und Pflegende, welche Menschen durch die Krankheit oder gar in den Tod begleiten. Ganz zu schweigen von jenen, welche sich um das seelische Wohlergehen sorgen. Gerade während der Feiertage sind auch jene wichtig, welche Menschen trösten und ihnen in ihrer Einsamkeit ein Licht anzünden. Ihnen allen, die gerade auch während der kommenden Feiertage ihren Einsatz leisten – ob im Gesundheitswesen, bei Rettung und Sicherheit oder in anderen wichtigen Bereichen wie etwa der Seel - sorge –, geben wir hier auf der Frontseite zu Weihnachten diesen Platz; ihnen gehört dieser Leitsatz. Ihnen gebührt unser Herzensdank, weil für sie Weihnachten mehr ist als ein paar freie Tage. ● zim Sichtlich erfreut über die symbolisierte Weihnachtsgeschichte im Schaufenster: Unsere Mitbewohnerin in Glarus Nord. Weihnachten 2018 Flucht und Zuflucht (Foto: FJ) An den Check-ins der Flughäfen von Zürich, Basel und Genf stehen die dichtgedrängten Reihen derer, die über die Weihnachtstage in wärmere Gefilde flüchten. Während vor den Zollstellen der Strom jener, die in die Schweiz fliehen wollen, nicht abbricht. Der FRIDOLIN hat sich aus Anlass des Weihnachtsfestes einige Gedanken dazu gemacht. Wer sich – etwa am Flughafen Zürich – vor Weihnachten in die Abflughallen stellt, ist verwundert über die vielen Menschen, welche offenbar während der Weihnachts- und Neujahrstage das Bedürfnis haben, aus der reichen und sicheren Schweiz zu flüchten. Die Fluchtgründe Vor was flüchten sie? Sind es Kälte und Schnee oder ist es gerade der fehlende Schnee? Ist es die seelische Armut oder das Übermass an Konsumgütern? Fliehen sie vor den vielen Geschenken, die sie bekommen, oder vor dem allgegenwärtigen Kommerz? Fliehen sie vor ihrem sozialen Umfeld, ihrem Alltag oder am Ende gar vor sich selbst? Über die wahren Fluchtgründe der meisten lässt sich nur mutmassen. Doch sicher gibt es nicht wenige, welche bereits im Januar bewusst Ferien möglichst weit weg buchen, um sich vor den Tagen der Liebe, der Freude, der Familie und vor besinnlichen Feiern mit den Menschen in die festlich geschmückten Resorts auf den Malediven oder in die Häuserschluchten von New York zu flüchten. Zuflucht Es ist eine verkehrte Welt. Während viele über die Feiertage aus der überregulierten Schweiz flüchten, suchen andere genau hier in der Schweiz Zuflucht. Das stimmt nachdenklich – ganz besonders, wenn man auf die biblische Weihnachtsgeschichte schaut. Denn die Eltern Josef und Maria sind praktisch schon kurz nach der Geburt von Jesus mit ihrem Neugeborenen auf der Flucht vor König Herodes, welcher aus Angst vor dem neugeborenen König alle Kleinkinder töten lässt. Josef und Maria hätten sicher nichts einzuwenden gehabt, wenn sie die Weihnachtstage mit Jesus in einem sicheren Hafen wie in der Schweiz hätten verbringen können. Für sie ging es damals ums nackte Überleben ihrer kleinen Familie – für diejenigen, die einen Städtetrip oder Inselferien machen, geht es darum, möglichst ungestört von der Familie ihren eigenen Träumen nachzujagen. Der Sinn von Weihnachten Was für einen Sinn macht Weihnachten, wenn es nicht mehr gelingt, seine Familie zusammenzuhalten, seine Freunde einzuladen, etwas Feines zusammen zu essen und einige besinnliche und fröhliche Stunden miteinander zu verbringen? Was für einen Sinn macht Weihnachten, wenn man statt in die Kirche zu gehen und gemeinsam zu beten, um die Welt jettet? Was für einen Sinn machen die christlichen Feste überhaupt, wenn sie zu bezahlten Feiertagen verkommen? Und was geben wir unseren Kindern und Enkelkindern, die sich so sehr auf Weihnachten freuen, mit auf den Lebensweg? Privatsache? Vielleicht! Auch wir kennen die Antworten nicht, möchten jedoch zum Nachdenken anregen. Nachdenken darüber, was es an den heiligen Weihnachtstagen tatsächlich zu feiern gibt. Es sind nicht nur die romantischen Krippenspiele mit Ochs und Esel, mit Hirten und Engeln. Es sind nicht nur die Geschenke, die aus Liebe, Gewohnheit oder Pflicht unter den Tannenbaum gelegt werden. Wer nicht feiern möchte, könnte Weihnachten zum Beispiel dazu nutzen, um sich und seine Liebs - ten vor Gewalt, Terroranschlägen, Krieg und Naturkatastrophen zu schützen, statt in kriegsnahe und von Naturkatastrophen gefährdete Gebiete zu reisen. Nervenkitzel statt Christmesse? Tsunami statt Schneezauber in der Munggä-Hütte? Frohe Festtage Wie konnte es nur so weit kommen, dass man an Weihnachten Menschen, die einen lieb haben, zurücklässt, um fern der Heimat dem persönlichen Vergnügen nachzugehen? Dies in der Gewissheit, dass die Restfamilie einsam im stillen Kämmerlein oder gegen Bezahlung gutbehütet und versorgt im Gemeinschaftsraum eines Heimes das Christfest begeht? Es gibt kein wertvolleres Geschenk als Nächstenliebe – in diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit. Sollten Sie das Glück haben, gemeinsam mit Ihrer Familie, Ihren Freunden oder Nachbarn Weihnachten feiern zu dürfen, gönnen wir Ihnen dies von ganzem Herzen. ● zim Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 22. Dezember 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 23. Dezember 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Dienstag/Mittwoch, 25./26. Dez. 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 22./23. Dez. Dienstag, 25. Dezember Dr. med. Sylvia Link Bahnhofstrasse 5, Wädenswil Telefon 044 780 84 44 Mittwoch, 26. Dezember Vista Diagnostics Bahnhofstrasse 15, Pfäffikon SZ Telefon 055 225 29 29 Tierarzt Samstag/Sonntag, 22./23. Dez. Dienstag/Mittwoch, 25./26. Dez. Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Notfallring Landerer/Buchholz Samstag/Sonntag, 22./23. Dez. Kleintierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 20 20 Dienstag/Mittwoch, 25./26. Dez. Kleintierpraxis Buchholz Buchholzstrasse 48, Glarus Telefon 055 640 26 40 Fortsetzung auf Seite 7 Ihr Partner für Badumbauten

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