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6. Ausgabe 2020 (06. Februar 2020)

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6. Ausgabe 2020 (06. Februar

AZA 8762 Schwanden Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 70.– Einzelverkauf: Fr. 2.20 Nr. 6 Donnerstag, 6. Februar 2020 Regierungsrat 6 Landrat 8 Die Regionalzeitung mit Amtsblatt im Wirtschaftsraum Glarus Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal Amtsblatt 17– 20 Aus dem Linthgebiet 33 Auflage 32 069 Expl. WEMF/SW-beglaubigt Fridolin Druck und Medien Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700 E-Mail: fridolin@fridolin.ch www.fridolin.ch LEIT-SATZ Notfalldienste Mini Jagge … Schon wieder läuft sie am Radio, die Ballade der Sharing Economy. «Mini Jagge hät en Innetäsche nur für mich …», singt Dabu Bucher von Dabu Fantastic, «...ghört alles mir.» Dann – in der letzten Strophe – verzichtet er auf sein Eigentum: «Und sött si dir au passe, wenn du di Läderjagge findsch (…), denn ghört si dir.» Es ist – so lässt der Text vermuten – nicht so wichtig, wem die Jacke gehört, Hauptsache, darin ist möglichst viel «Züüg». Von diesem Zeug können die Fundbüros aller Kantone und aller Bahngesellschaften ein Liedchen singen – Eheringe und Schmuck, Portemonnaies und Autoschlüssel, Velos und Regenschirme, Taschen und Kleidungsstücke, sie alle bleiben liegen und stehen und müssten laut Artikel 722 des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs (ZGB) fünf Jahre auf - bewahrt werden, auch wenn in der Praxis kaum ein Gegenstand länger als ein Jahr aufbewahrt bleibt. Dann ist er entweder wieder beim Finder, verwertet oder aufbewahrt. Das gleiche ZGB schreibt in Artikel 720 vor, jeder Finder sei verpflichtet, einen Fund im Wert von über zehn Franken der zuständigen Behörde oder der Polizei zu melden. Doch die Haltung der meisten Menschen ist heute eine andere: Die schöne Lederjacke, die früher vom Vater an den Sohn vererbt und sommers wie winters getragen wurde, wird einfach ersetzt, wenn sie verloren geht. «Ich habe sie verloren, da kann ich mir geradeso gut eine neue kaufen.» Doch am Ende des Tages ist es ja nicht der Eigentumsübergang, um den es geht, denn jede und jeder von uns hat einen Haufen Zeug, um damit die Jacke zu füllen. Sondern es geht zuerst einmal darum, dass alle etwas anzuziehen haben. Das letzte Hemd, sagt das Sprichwort, hat keine Taschen, und wer schon mal bei einer Hausräumung dabei war, weiss, dass heute ausser Gold, Geld, Wertgegenständen und Immobilien fast alles weggegeben wird. Deshalb hat die Ökonomie der geteilten Nutzung etwas für sich – sie ist auch aus der Landwirtschaft schon lange bekannt. Eine Gruppe oder Genossenschaft von Bauern legt zusammen, man kauft Geräte ein und jeder darf diese dann nutzen. Dass geteilte Nutzung heute wieder beliebter wird, hat auch etwas damit zu tun, dass vieles offen bereitgestellt wird – vom Computerprogramm über die Plattform bis zum Marktplatz. Wenn es bereitsteht, wird es genutzt – frei nach dem Motto: «Sött ich si mal vergässe, mini Jagge volle Züüg, denn ghört si dir.» ● FJ Glarner Funde: Entweder die Polizei hat es, oder «Sherlock» Leuenberger macht sich selbst auf die Suche. Aus dem Blick eines Neuzuzügers Wo finde ich das Fundbüro? (Foto: FJ) Wer aus einem anderen Kanton ins Glarnerland zieht, findet hier vieles, aber kein «Fundbüro». Das heisst aber nicht, dass man gefundene Sachen behalten soll oder darf. Eine Spurensuche. Nennen wir ihn Michael Leuenberger. Er wohnte noch nicht lange im Kanton Glarus, als er in Schwanden zwischen Bahnhof und Post ein kleines elektronisches Gerät verloren glaubte. Sogleich suchte er im Internet nach der Adresse des nächstgelegenen Fundbüros, doch mit Ausnahme eines kleinen Hinweises der Gemeinde Glarus Nord fand er im Netz absolut keine Information. Was nun? Das Glarnerland: ein Kanton ohne Fundbüro? Dort, wo Michael Leuenberger bisher gelebt hatte, war das Fundbüro immer jeweils der Gemeinde- oder Stadtverwaltung angegliedert. Naheliegend also eine E-Mail an Kanzlei und Einwohneramt von Glarus Süd. Am nächsten Tag bereits die Antwort: «Wir haben Ihre Verlustmeldung an den Polizeistützpunkt Schwanden weitergeleitet», schreibt die Kanzlei in Mitlödi, und das Einwohneramt in Schwanden ergänzt die Information mit dem Rat, sich an eben diesen Polizeiposten zu wenden oder die SBB zu kontaktieren. Es soll niemand sagen, die Kantonspolizei Glarus sei nicht «dein Freund und Helfer», denn ohne weiteres Nachhaken schreibt Fw mbA Marco Jenny vom Polizeiposten Schwanden, er habe Leuenbergers Anfrage von der Kanzlei Glarus Süd erhalten; der verlorene Gegenstand sei jedoch bis jetzt nicht abgegeben worden. Das ist traurig. Der Neuzuzüger beginnt sich aber auch zu fragen, wie es sein kann, dass ein Kanton über kein eigentliches Fundbüro verfügt, und ob dieser Umstand nur jene verwirrt, die nicht im Glarnerland aufgewachsen sind. Immerhin scheint es in Glarus Nord noch ein Fundbüro zu geben. «Es ist richtig, wir haben bei uns im Einwohneramt der Gemeinde Glarus Nord ein Fundbüro», sagt die Sachbearbeiterin Stefanie Davies. Dieses habe man von der ehemaligen Gemeinde Niederurnen übernommen. Es werde jedoch äusserst selten etwas abgegeben, und sowohl die Suchenden wie auch die Findenden würden jeweils an den Polizeiposten in Näfels verwiesen. Viele Gegenstände werden nie abgeholt Bleibt noch «Glarus Mitte». Aber auch hier: «Wenn sich jemand nach einem verlorenen Gegenstand erkundigt oder eine Fundsache abgibt», so die Sachbearbeiterin Tanja Schindler, «verweisen wir an den Polizeistützpunkt Glarus oder leiten die Fundsache selber weiter.» Ist das nicht ein bisschen umständlich für jemanden, der nicht in der Nähe der drei Stützpunkte wohnt? «Eine kantonale Lösung hat unseres Erachtens den Vorteil», antwortet Tanja Schindler, «dass die Leute nur an einer einzigen Stelle nachfragen müssen, wenn sie etwas verloren haben.» Ausserdem: Wenn jemand abgelegen wohne und nicht gut zu Fuss sei, verspricht die Kantonspolizei, finde man auch eine andere Lösung. Wo werden die vielen Fundsachen gelagert, denn die Räumlichkeiten sind auf einem Polizeiposten doch sicher beschränkt: «Wir haben kein Platzproblem», meint der Beamte auf dem Stützpunkt Glarus, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will und stattdessen an Daniel Menzi, den Medienverantwortlichen der Kantonspolizei, verweist (der im Nachhinein allerdings alle Aussagen bestätigt). Im Übrigen würden sämtliche Fundgegenstände zwischen einem und drei Jahren aufbewahrt, bevor sie entsorgt oder – im Falle von wertvollen Gegenständen – anderweitig verwertet würden. Über eine Statistik zu allen gefundenen und zurückgegebenen Gegenständen verfügt die Kantonspolizei nicht. Tatsache sei jedoch, dass relativ viele Objekte nie abgeholt würden. Übrigens hat Michael Leuenberger sein verloren geglaubtes elektronisches Gerät wiedergefunden. Es war ihm unbemerkt aus der Brusttasche in den Papiersack mit den zu retournierenden PET-Flaschen gefallen … Gratis-Inserat aufgeben Eine gute Möglichkeit, Wertvolles wieder zu bekommen, ist auch das Inserat in der Gesucht/Gefunden-Rubrik im FRIDOLIN. Dieses ist gratis. ● Martin Leutenegger Hausärztlicher Notfalldienst Täglich 24 Stunden EINWOHNER GLARUS SÜD: 0844 55 66 55 EINWOHNER GLARUS: 0844 44 66 44 EINWOHNER GLARUS NORD: 0844 33 66 33 An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen werden die Dienstkreise Glarus Süd und Glarus (Mitte) zusammen geschlossen. Zahnarzt Samstag, 8. Februar 11.00 bis 12.00 Uhr Sonntag, 9. Februar 11.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr Der diensttuende Notfallzahnarzt ist über Telefon 1811 zu erfragen. Augenarzt Samstag/Sonntag, 8./9. Februar Dr.med. Karl Georg Schmidt Kantonsstrasse 102, Freienbach SZ Telefon 055 410 38 32 Wochenend-Notfalldienst: jeweils ab Frei - tag, 12.00 Uhr, bis Montag, 08.00 Uhr. Toxikologisches Zentrum Telefon 145, Zürich Tierarzt Samstag/Sonntag, 8./9. Februar Tierärztliche Notfallklinik Glarnerland und Umgebung Tierklinik am Kreis AG Zaunweg 11, Netstal Telefon 055 646 86 86 Permanenter Notfalldienst für alle Tierarten Grosstierpraxis Landerer Bahnhofstrasse 31a, Näfels Telefon 055 622 22 66 jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr, bis Montag, 07.30 Uhr. Auto Unfall- und Pannendienst Region Glarnerland Telefon 0848 801870 Freitag, 7. Februar, 16.00 Uhr, bis Freitag, 14. Februar, 16.00 Uhr Freihof-Garage AG, Koller, Näfels Immobilien: Verkauf und Verwaltung Telefon 079 626 75 73

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